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02.08.2006

Per Internet auf Erfolgskurs

Noch Anfang des Jahres war bei dem IT-Dienstleister Bautzen Internet Technologies (BIT) guter Rat teuer: Die Auftragslage machte ein weiteres schnelles Wachsen erforderlich, aber es fehlte an geeigneten Bewerbern für die zu besetzenden Arbeitsplätze.

Das trieb Geschäftsführer Harry Schweickert die Sorgenfalten auf die Stirn: Sollte der mit Bedacht gewählte Standort Bautzen am Ende doch nicht so ideal gewesen sein? Doch nach vielen Bemühungen wurde man doch noch fündig, mittlerweile gehören 95 Beschäftigte zum BIT-Team. "Wir werden dieses Jahr noch die 100 erreichen und schwarze Zahlen schreiben", sagt Adrien Seidel, der seit April neben Harry Schweickert Geschäftsführer ist und schon die nächsten Gespräche mit Bewerbern im Terminkalender stehen hat. Dabei war das Unternehmen erst im Februar 2005 mit 20 Mitarbeitern gestartet. Der Softwarekonzern SAP hatte damals einen Dienstleister gesucht, der für ihn bei Kunden im deutschsprachigen Raum die Fernwartung übernimmt.

Per Mausklick nach Übersee
"Die Kollegen haben sehr schnell eine gute Arbeit gemacht", lobt Seidel. So dehnte sich das Einsatzfeld auf ganz Europa aus, mittlerweile betreuen die IT-Spezialisten von Bautzen aus auch Firmenkunden in Übersee. Das beweise: "Auch in einer strukturschwachen Region kann man technologisch hochwertige Leistungen erbringen." Möglich sei die erfolgreiche Entwicklung am Standort Bautzen vor allem aus zwei Gründen gewesen: Zum einen liefere das Netz an Bildungseinrichtungen von der Technischen Universität in Dresden über die Berufsakademien in Dresden und Bautzen bis zur Fachhochschule Görlitz-Zittau immer wieder frisch ausgebildete Informatiker. Zum anderen biete das Technologie- und Gründerzentrum ideale Bedingungen, vor allem um auf das schubweise Wachstum zu reagieren.

"Angefangen haben wir mit wenigen Büros am Ende des Ganges, jetzt belegen wir schon die gesamte Etage." Aber auch sonst habe das TGZ-Management in der Aufbauphase hilfreich zur Seite gestanden unter anderem mit Kontakten in die Region. Hier möchte sich BIT selbst künftig stärker einbinden. "Ich bin ein Freund regionaler Zusammenarbeit", sagt Seidel. Erste Gespräche gebe es bereits mit dem Bautzener Rechenzentrum von Itelligence. Auch mit der Berufsakademie (BA) wolle man feste Bande schmieden. "Wir möchten etwas von dem zurückgeben, was wir bekommen haben." Denn viele Mitarbeiter haben an der BA studiert, zwei Studenten absolvieren bei BIT gerade den praktischen Teil ihrer Ausbildung. "Vielleicht können wir in Zukunft etwas von unserem Wissen in die BA-Ausbildung
einfließen lassen."

Darüber hinaus hat BIT für 2007 feste Ziele avisiert: "Im ersten Quartal wird die gesamte Mannschaft komplett arbeitsfähig sein", blickt der Geschäftsführer voraus. Denn für neue Mitarbeiter heißt es, nach dem Start erst einmal ein paar Monate zu lernen, um für die speziellen Anwendungen fit zu sein. "Und dann wollen wir uns auch neue Geschäftsfelder erschließen."

Madeleine Siegl-Mickisch/Sächsische Zeitung



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