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03.02.2005

Computer-Dienstleister schafft zwanzig Stellen

Klemmen in einem Unternehmen irgendwo in Deutschland, Österreich oder der Schweiz Computerprogramme, kommt nicht der Ingenieur im weißen Kittel. Firmen wie die neu gegründete Bautzen Internet Technologies (BIT) gehen per Ferndiagnose Störungen auf den Grund. 

Erst kürzlich stellte der Dienstleister 22 Mitarbeiter ein. Vor wenigen Tagen nahmen die Informatik-Experten vor ihren Bildschirmen im Bautzener Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) Platz.

In Kontakt mit den Kunden werden sie aber erst in etwa acht bis zwölf Wochen kommen, so Firmenchef Harry Schweickert aus Walldorf in Baden-Württemberg. Seine Mitarbeiter müssten erst mit den Computerprogrammen vertraut gemacht werden. Zurzeit sind das vor allem Produkte der Firma SAP. "Der Softwarekonzern ist mit unser wichtigster Geschäftspartner", sagte Schweickert. "Unser Ziel ist, auch andere Software-Anbieter zu akquirieren. Über die weitere Expansion in Bautzen werden wir Ende 2005 entscheiden." Mehrere Faktoren hätten nach intensiver Standortsuche den Ausschlag für Bautzen gegeben. Da seien zum einen die technischen Möglichkeiten im TGZ. Alle Räume verfügten über Hochleistungs-Internetanschlüsse, und eine Telefonanlage sei auch vorhanden. Alles wichtige
Voraussetzungen, um ohne Verzögerungen mit der Arbeit beginnen zu können.

Entscheidend sei laut Schweickert zudem das Arbeitskräftepotential. Die Bautzener Berufsakademie bilde die benötigten Fachkräfte aus. In anderen Regionen seien diese Voraussetzungen nicht vorhanden gewesen. Schweickert entwickelte seine Firma in den vergangenen Jahrzehnten vom handwerklich orientierten Elektrobetrieb zum Hightech-Spezialisten. Das Unternehmen beschäftigt in der Walldorfer Zentrale 70 Mitarbeiter und verfügt über Niederlassungen in den USA und Asien. Zu den Kunden gehören neben SAP die Deutsche Nickel AG und die Beratungsgesellschaft Ernst & Young. Im TGZ-Neubau sind bisher über 100 neue Arbeitsplätze entstanden. Neben dem Computer-Dienstleister haben sich sieben weitere Technologie-Firmen eingerichtet, bilanzierte Geschäftsführer Jürgen Besold. "80 Prozent der Büroflächen sind vermietet." Die Kosten für das Gebäude bezifferte Besold auf 13 Millionen Euro.

(Sächsische Zeitung | Heiko Engel)



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